Alschent
Alscheid
Wer von Consthum zur Schüttburg unterwegs ist und ins Tal der Klerf hinabsteigt, hat einen herrlichen Blick auf den gegenüberliegenden Berghang und den idyllischen Ort Alscheid mit dem seitlich gelegenen Kohnerhof.
Laut Jos Meyers wurde die Siedlung bereits 1214 erwähnt und kam 1310 zur Herrschaft Wiltz. Dass Alscheid schon zur Römerzeit eine Siedlung war, beweist der Fund eines gallorömischen Brandgrabs aus dem 1. Jh. n. Chr. durch J.-P . Weis 1976 auf dem „Bechel “.
Abseits der großen Verkehrsströme gelegen, besteht Alscheid aus drei Dorfteilen: dem Unterdorf, genannt „um Bechel“, dem Kohnerhof und dem Dorfkern mit mehr oder weniger großen Bauernhöfen. Im Zentrum steht die schon sehr früh erwähnte Dorfkapelle, die mehrfach zur Filialkirche der Pfarrei Merkholtz umgebaut wurde. Im Altar ist ein erwähnenswertes Selbdrittbild zu sehen.
Früher war Alscheid ein typisches Bauerndorf, dessen Bevölkerung fast ausschließlich von der Landwirtschaft lebte. Dies ist heute nicht mehr der Fall, sodass der bäuerliche Charakter immer mehr verschwindet.
Von der Alscheider Höhe genießt man einen herrlichen Blick ins Tal der Klerf mit der Schüttburg zur Rechten und den Kiischpelter Dörfern zur Linken. Erreichbar ist der Ort von Kautenbach über die kurvenreiche Straße am Alscheiderberg oder von Wilwerwiltz und Merkholtz über ein schönes Hochplateau. Erwähnenswert ist, dass Alscheid von 1795 bis April 1914 Hauptort der damaligen Gemeinde war.


