Lancaster NG119-UL-D
Absturz eines britischen Bombers im Kautenbach
In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1945 stürzt ein viermotoriger englischer Bomber mitten in Kautenbach, etwa 100 Meter von der Schule entfernt, ab. Die Wucht der Explosion ist gewaltig und richtet in Kautenbach große Zerstörungen an. Was war geschehen?
Ein Geschwader von 495 Lancaster und 12 Mosquitos war auf dem Weg nach Wiesbaden in Hessen (DE). Der Bomberverband war um 21:28 Uhr von der Royal Air Force Station (RAF) Fiskerton in Lincolnshire (GB) gestartet.
Trotz vollständiger Wolkendecke trafen die meisten Bomben die Stadt. Die Alliierten warfen 889 schwere Bomben, 29 Minenbomben und 26.500 Stabbrandbomben ab. 516 Wiesbadener verloren allein in dieser Nacht ihr Leben, 28.000 wurden obdachlos. 520 Häuser und etwa 30 weitere Gebäude wurden zerstört, 400 Häuser und 50 weitere Gebäude schwer beschädigt.
Dabei hatte die Landeshauptstadt in diesem Winter, wenige Monate vor Kriegsende, unglaubliches Glück im Unglück: Die britischen Truppen setzten nur eine Handvoll Aufklärungsflugzeuge ein. Diese warfen nicht genügend Markierungsbomben, zudem lag die Stadt unter einer dichten Wolkendecke. Dadurch waren die Ziele für die britischen Flieger nicht klar erkennbar und es kam zu einer starken Streuung der Bomben im Stadtgebiet und der weiteren Umgebung.
Während des Einsatzes gingen 12 Lancaster verloren: 3 durch Flaktreffer, 3 durch Kollisionen, eine Maschine wurde nach einem Motorbrand aufgegeben, eine kehrte mit Motorschaden zurück und stürzte bei der Landung ab. Weitere 3 Maschinen stürzten aus ungeklärter Ursache über Deutschland ab. Die Lancaster NG119 ging ebenfalls verloren und stürzte aus ungeklärter Ursache bei Kautenbach in die Wiltz. Bei dem Absturz kamen alle Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Flugzeugtrümmer liegen verstreut in den Gärten zwischen der Clerf und der Dorfstraße.
Während des Einsatzes gingen 12 Lancaster verloren: 3 durch Flaktreffer, 3 durch Kollisionen, eine Maschine wurde nach Motorbrand aufgegeben, eine kehrte mit Motorschaden zurück und stürzte bei der Landung ab. Weitere 3 Maschinen stürzten aus ungeklärter Ursache über Deutschland ab. Die Lancaster NG119 ging ebenfalls verloren und stürzte aus ungeklärter Ursache bei Kautenbach in die Wiltz. Bei dem Absturz kamen alle Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Flugzeugtrümmer liegen verstreut in den Gärten zwischen der Clerf und der Dorfstraße.
Die Lancaster NG119 flog 37 Einsätze und wurde bei ihrem 38. Zum ersten Mal wurde sie von F/O C F Phripp RCAF und seiner Besatzung am 23. und 24. September 1944 nach Neuss geflogen. Die NG119 war das Stammflugzeug von F/O K A Moore und seiner Besatzung, die sie 24 mal zu Einsätzen flogen.
Die Besatzung der Lancaster NG119-UL-D setzte sich wie folgt zusammen:
Name | Rang | Nummer | Position |
|---|---|---|---|
Melvin Douglas Groundwater | Pilot Officer | 187136 | Flugigenieur (Flight Engineer) |
Henry John Knightbridge | Flight Sergeant | 1385209 | Funker (Wireless Operator) |
Sergeant | 1818761 | Bordschütze (Mid upper Gunner) | |
Henry John O’Connor | Flying Officer | 154742 | Bombenschütze (Bomb Aimer) |
Herbert Walter Porter | Sergeant | 1685119 | Navigator |
Richard Christopher Sowerbutts | Flying Officer | 179187 | Pilot |
Ronald Ernest Streatfield | Sergeant | 1809414 | Rückenschütze (Rear Gunner) |
Weitere Informationen
Quellen & Fotos
› Jean Milmeister - Die Ardenenschlacht
› Fritz Rasqué - Das Ösling im Krieg
› Biller aus der Gemeng Kautebach 1991
› De Cliärrwer Kanton - Erzählungen von Frau Wagener-Weis Marthe
› Webseite Aircrew Remembered
› Webseite RAF Commands



